Reise durch Usbekistan
Über den Wolken mit Turkish Airlines – auf dem Weg nach Taschkent, Usbekistan.
Die schönsten Orte an der Seidenstraße – Taschkent, Xiva, Buchara und Samarkand
Nur 6,5 Flugstunden entfernt von Deutschland liegt Usbekistan. Relativ nah also für einen Besuch.
Wer einmal auf farbenfrohe Fotos geschaut hat, der wählt dieses Land an der Seidenstraße ganz schnell zu seinem Sehnsuchtsort. So jedenfalls erging es uns. Faszinierende Gebäude und so freundlich lächelnde Menschen – wir wollten es hautnah erleben.
Display an der Rückenlehne eines Flugzeugsitzes zeigt die verbleibende Flugzeit von Istanbul nach Taschkent – nur noch 16 Minuten bis zur Landung; eine grüne Linie markiert die Flugroute.
Doch wie bereist man die 448.978 Quadratkilometer des zentralasiatischen Binnenstaates? Nun, viele Völker haben es vorgemacht: Sie handelten miteinander und so entwickelte sich in Usbekistan ein Teil der legendären Seidenstraße. Unterwegs war man damals mit Kamelen. Wir bevorzugten Züge, Busse und in Taschkent die Metro mit ihren kunstvollen Bahnhöfen, und wir stellten vorher unsere ganz eigene Route zusammen.
Ein komfortabler Nachtzug brachte uns innerhalb von 15 Stunden einmal quer durchs Land in die Oasenstadt Xiva. Das architektonische Märchen aus 1001 Nacht liegt am Rande der Kyzylkum-Wüste. Xiva ist ein Eldorado für Kultur- und Geschichtsliebhaber und der perfekte Einstieg für uns. Sehen und Staunen: zu gut ist die Altstadt erhalten. Das Mosaik des Minaretts Kalta Minor Festung etwa besticht durch seine Bänder aus blauen, weißen und türkisfarbenen Keramikfliesen. Es ist nicht der einzige Bau, der uns auf dieser Reise in Verzückung versetzen wird.
Nur wenige Zugstunden entfernt liegt Buchara (Buxoroa, Bukhara), eine der ältesten Städte Zentralasiens. Im einst glanzvollsten Handelszentrum an der Seidenstraße erleben wir einen sagenhaften Kulturmix. Perser, Türken, Araber, Juden, Chinesen und Russen hinterließen die Spuren ihrer Kultur, Sprachen und Religionen. Die mächtige Wand der Arche-Zitadelle ist nur ein steinernes Zeitzeugnis.
Afrosiyb heißt der Hochgeschwindigkeitszug, der uns später in nicht einmal zwei Stunden nach Samarkand bringt. Wir sehen den Registan-Platz, das Schahi-Sind-Ensemble und noch viel mehr, bevor es in ein idyllisches Bergdorf nahe der Serafschankette (Tadschikistan) geht. Hier ist das Lächeln der Menschen besonders strahlend und verfängt sich in unseren Herzen. Für immer!
Unsere Checkliste für die Reise:
Ist der Reisepass noch 6 Monate gültig?
Sind gängige Impfungen wie Hepatitis, Tetanus, Polius, etc. noch frisch? Impfausweis einstecken!
Auslandskrankenversicherung
Geld: Es gibt zahlreiche ATMs, allerdings nur in den Großstädten. Dort ist auch Kartenzahlung möglich. Visa- und Maestro-Karten. Wer Umrechnungsgebühren sparen möchte, der vergleicht Debit-Karten wie etwa von der Hanseatik-Bank.
Mobile: Auf dem Flughafen Simkarte seiner Wahl kaufen.
Landkarte aufziehen, Lieblingsorte suchen, Entfernungen prüfen
öffentliche Transportmittel und Abfahrtzeiten sowie Reisedauer herausfinden
Nachtzüge nutzen – dringend längerfristig buchen, weil die öffentlichen Verkehrsmittel sehr gut genutzt werden.
Entsprechend der Urlaubslänge Dauer der Aufenthalte planen
Sehenswürdigkeiten in den Fokus nehmen und entscheiden, welcher Ort besichtigt werden soll.
Stehen Zeit- und Finanzbudget, Transportmittel planen.
In Städten wie Samarkand oder Taschkent gibt es ein übersichtliches Bus- und U-Bahnsystem.
Uber-App nutzen.
Fernzüge: Tickets immer längerfristig in Vor-Ort-Bahnhöfen direkt kaufen. Pass dabei vorlegen.
Wir haben unseren Nachtzug Taschkent – Xivah kurzfristig von Deutschland aus bei einem Reiseunternehmen via E-Mail gebucht. Kontakt: travelresponsible@gmail.com. Die Konversation lief effizient und unkompliziert. Am Ende erhielten wir die Tickets mit QR-Code per Mail.
Die Züge sind nicht mit Speisewagen ausgestattet. Fliegende Händler verkaufen Essen und Getränke. Für heißes Wasser sorgt in jedem Wagon ein Samowar.
Das Usbekistan-Tagebuch
Teil 1: Reise durch Usbekistan
Teil 2: Perspektiven: ein Tag in Taschkent … weiterlesen
Teil 3: Unterwegs in der ältesten U-Bahn Zentralasiens … weiterlesen
Teil 4: Xiva – Eine Stadt wie aus 1001 Nacht … weiterlesen
Katrin Fiedler, geschrieben und fotografiert am 3. September 2024.